Achtsamkeit ist eigentlich keine "Methode", an sich, sondern vielmehr die Schulung einer Geisteshaltung, die eine effektive Selbstreflexion überhaupt erst möglich macht.  Alle in meiner Arbeit angewandten Methoden basieren auf dieser Geisteshaltung, die nichts anderes ist als die Schulung unseres inneren Beobachters, unseres Zeugenbewusstseins, das uns erlaubt achtsam und wertfrei innere und auch äußere Erlebnisse zu beobachten - ohne direkt darauf zu reagieren, zumindest zunächst! Diese Fähigkeit ermächtigt uns, und erweitert unsere innere Freiheit, ermöglicht Wahrnehmung unserer Gedanken, Gefühle, Bedürfnisse, die wiederum die Voraussetzung für die gelungene Beziehung zu uns selbst ist.

 

Viktor Frankl meinte zu diesem Thema:

 

"Zwischen Reiz und Reaktion, da liegt ein Raum, und in diesem Raum liegt unsere Freiheit!"

 

Achtsamkeit wurde durch Jon Kabat Zinn in die westliche Psychologie eingeführt, und er fand diesen Satz hilfreich:

 

"Wir können die Wellen nicht aufhalten, aber wir können lernen auf ihnen zu surfen!"

 

Achtsamkeit ist nicht zwangsläufig Meditation! Aber Meditation ist ein Tool der Achtsamkeit, mit dem wir üben aus dem Autopilot der Bewertungen auszusteigen. Die Effektivität der angewandten Achtsamkeit ist wissenschaftlich hinreichend belegt, sie führt zum Abbau von Stress, Verbesserung von Depression, Angstzuständen, und ist hilfreich in allen Punkten persönlicher Entwicklung.

 

Achtsamkeit ist die Basis für verhaltenstherapeutische Tools, für die Wertimagination, für Skillstraining (emotionale Kompetenz) und stellt m. E. einen der wichtigsten "Soft Skills" der nächsten Jahrzehnte dar.